Drugs, Inc: Fotostrecke zum Thema Marijuana

Die Dokumentations-Serie “Drugs, Inc” ist eine der beliebtesten auf dem US-amerikanischen Natur- und Sozialkundesender National Geographic. In den akribisch geführten Reportagen geht es um den Missbrauch und die Verbreitung von illegalen Drogen. Dabei werden oftmals Geschichten zu bereits geklärten Fällen erzählt, die Wirkung von Drogen erklärt und Trends bei neuen Chemikalien erläutert. In der Serie gibt es regelmäßige O-Töne von professionellen Schmugglern, Drogenabhängigen, Behörden, Ärzten und Wissenschaftlern.

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Eine der interessantesten Folgen der Serie geht um die wohl weltweit beliebteste und weit verbreitetste Droge, dem Marijuana. Diese Episode wird von einer online Fotostrecke begleitet, welche man sich auf der offiziellen National Geographic Webseite anschauen kann. Auf dieser Fotostrecke sieht man auch den Gebrauch von Marijuana bei Rastafaris. Die jamaikanischen Bewohner haben die THC-haltige Substanz in ihrer Religion fest integriert. Für sie gehört das Rauchen von Cannabis-Produkten zu einem heiligen Ritual.

Auch die verschiedenen Cannabis-Sorten und ihre jeweilige Produktion und “Aggregatszustände” werden auf den Bildern unterstrichen. So sieht man die Pflanze, bevor sie geerntet wurde in ihrer typischen Form, aber auch das fertige, zum Konsumieren bereite Produkt, bevor es in spezielles Zigarettenpapier gerollt ist.

Welche kulturellen Unterschiede es beim Anbau, beim Vertrieb und bei der gesetzlichen Lage von Marijuana gibt, sieht man schon anhand dieser doch relativ kurzen Bilderstrecke ganz gut. Da gäbe es beispielsweise den Tourismus in Amsterdam. Viele junge Menschen pilgern jedes Jahr in die niederländische Stadt, die das Rauchen von Cannabis-Produkten toleriert. Dieses Jahr ist damit Schluss: an Ausländer darf in den gesamten Niederlanden kein Marijuana mehr verkauft werden, um den Drogentourismus und den Schwarzmarkt zu deckeln.

Auch der Konsum der Produkte kann, wie man anhand der Bilder sieht, verschieden ablaufen. Ob durch eine Shisha/Bong, in welcher der Rauch kalt gefiltert wird, oder durch einen Joint – zum gewünschten Effekt, der betäubten und vergnügten Gefühlszustände, kommt man so oder so.

Ein weiteres interessantes Foto stellt die aktuelle Situation in vielen US-amerikanischen Bundesstaaten dar. In Staaten wie Kalifornien oder Kolorado ist der Konsum von Cannabis-Produkten erlaubt, insofern es medizinisch notwendig ist. Chronische Schmerzpatienten etwa können sich ein ärztliches Attest ausstellen lassen, mit welchem sie Zugang zu sogenannten Cannabis-Clubs erhalten. Dort können sie – ähnlich wie ein einem Headshop – allerlei Zubehör für den Konsum erwerben. Doch nicht nur das: auch das Marijuana selbst kann dort ganz legal, in gewünschten Mengen abgepackt, gekauft werden. Wer sein eigenes Marijuana anbauen will, kann auch das bis zu bestimmten Grenzen mit dem Ausweis tun. Die nötigen Utensilien und Produkte, wie etwa feminisierte Hanfsamen und entsprechendes Wärmelicht, können auch in diesen Cannabis-Apotheken gekauft werden.

Die Auswahl an Sorten ist in solchen Läden riesig und ziemlich erfolgreich für alle Beteiligten. Diese Legalisierung macht es einigen Staaten möglich, auch steuerlich an dem Erfolg des “Cannabusiness” mit zu verdienen. Ob sich diese Regelungen halten können ist allerdings unklar, da in den USA auf Bundesebene alle Zeichen gegen die Legalisierung von Marijuana stehen.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ich glaube, es ist an der Zeit, die Dinge mal in die Perspektive zu rücken. Marijuana wird immer verteufelt, während Alkohol viel schlimmere Konsequenzen hat und niemals derart in der Kritik steht. Alkohl wird vielmehr gesellschaftlich akzeptiert. Wir brauchen eine Lobby in der Politik dazu.