Marihuana in den USA

Marihuana ist die meist konsumierte (illegale) Droge auf der ganzen Welt. Die Pflanze gilt als Heilmittel, als Appetitanreger, als Entspannungshilfsmittel und Schlafhelfer. Und doch: heute wie damals ist Marihuana auch kontrovers. Seit dem Verbot der Pflanze – in den USA, doch in vielen anderen Staaten, vor allem in Europa – wird darüber diskutiert, ob sie nicht doch lieber erlaubt werden sollte.

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In den letzten Jahren haben sich die Für- und Gegensprecher der sogenannten “weichen” Droge in den USA eine harte Diskussion um die Legalisierung bzw. Entkriminalisierung von Marihuana geliefert. In einer Bilderstrecke von CNBC wird passenderweise dazu die Geschichte der Marihuana-Kultur in den Vereinigten Staaten geliefert.

Zuletzt gab es erste Erfolge für die Anhänger der Droge bei den Wahlen in den Staaten Washington und Colorado. Dort ist es nun bis zu bestimmten Mengen legal, Marihuana zu besitzen und zu konsumieren. In anderen Staaten der USA widerrum ist der Gebrauch von medizinischen Cannabis Sorten erlaubt, etwa in Kalifornien.

Das federale Recht jedoch verbietet den Konsum, Besitz oder Verbreitung von Cannabisprodukten. Deshalb gibt es auch weiterhin in den Staaten, wo es eigentlich erlaubt sein sollte, hin und wieder Probleme für die Bürger in Sachen Steuern oder Versicherungen. In Kalifornien etwa können die Medical Marihuana Apotheken nicht ohne weiteres existieren, sondern bekommen nur über viele Umwege ihre Ladenversicherungen oder Bankkonten.

In Europa befindet sich das Thema nicht so vordergründig im Diskurs. Durch “Exiloasen” wie den Niederlanden und der völligen Drogen-Entkriminalisierung in Portugal ist der Drang zum Widerstand nicht so hoch wie in den USA. Viele Konsumenten lassen etwa in Deutschland ihre eigenen Hanfsamen keimen – zumindest für den Eigengebrauch -, weil sie keine so starken Restriktionen wie in den USA (Gefängnisstrafen) fürchten müssen. In Berlin können Konsumenten bis zu 15 Gramm Cannabis besitzen, ohne einen Prozess zu fürchten.

Es ist vor allem die stark interessierte Anti-Drogen Lobby in den USA, die eine umfangreiche und ehrliche Diskussion zum Thema Marihuana unmöglich machen möchte. Der sogenannte “War on Drugs” finanziert nicht unwesentlich viele Bereiche der Privatwirtschaft. Die privaten Gefängnisse, aber auch die Ausbildung für Polizisten und Anwälte und noch viel mehr Zweige dieser Branche werden vor allem von den Prozessen gegen Drogenkonsumenten finanziell genährt. Wo in Südamerika bereits der Krieg gegen die Drogen als gescheitert erklärt wurde, will man in den USA nicht von den rigorosen Maßnahmen abweichen.

Obwohl selbst der Präsident, Barack Obama, zugibt einst ein Konsument gewesen zu sein, scheint es immer noch keine Mobilisierung in Richtung eines liberaleren Umgangs zu geben. Man befürchtet immer noch starke gesundheitliche Auswirkungen und ein verstecktes Suchtpotenzial, obwohl bereits viele Studien das Gegenteil beweisen.

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