Rügenwalder Mühle

Die Mühle aus der Wurst-Werbung.

Rügenwalder Teewurst, wer kennt sie nicht aus der TV-Werbung? Immer im Mittelpunkt der Spots die rote Mühle mit ihren ebenfalls roten Flügeln. Auch das Firmenlogo wird von der Mühle geprägt. Im Logo bestehen die Mühlenflügel allerdings aus zwei Würsten. Über Geschmack und Design läßt sich schließlich streiten.

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Jahrelang war die Rügenwalder Mühle nichts anderes als reine Fantasie aus dem Märchenland der Werbung. Es gab kein echtes Bauwerk, schon gar nicht eine echte Windmühle, die auch diesen Namen verdiente. Doch Kunden, Lieferanten und Interessenten, die die Wurstfabrik im niedersächsischen Bad Zwischenahn aus den verschiedensten Gründen besuchten, fragten immer wieder nach der Mühle. Wo diese denn steht und wann man diese einmal besichtigen könne. Jedesmal mußte die Illusion zerstört werden, denn eine reale Rügenwalder Mühle gab es nicht.

Irgendwann reifte dann bei der Firmenleitung der Entschluß, diesem Spiel ein Enden zu bereiten. Eine richtige Mühle sollte her, sprich sie mußte neu gebaut werden. Im Jahr 2012 war es dann endlich soweit und am Ostufer des Zwischenahner Meeres wurde die Rügenwalder Mühle in einer parkähnlichen Anlage errichtet.

Park mit Mühle

Park mit Mühle

Seitdem kann jeder, der das will, die echte Rügenwalder Mühle besuchen. Die Windmühle mit den markanten roten Flügel ist 17 Meter hoch und besteht aus Klinker und Holz.

Rügenwalder Mühle

Rügenwalder Mühle

Und sie ist tatsächlich eine echte Mühle. In ihr kann Salz gemahlen werden. Zu besonderen Anlässen und auf Nachfrage kann man die Mühle auch besichtigen.

Nur aus Wurst, so wie im Firmenlogo, bestehen die Flügel natürlich nicht. Roter Stoff muß genügen. Schließlich will Rügenwalder auch vom Image eines reinen Wurstfabrikanten etwas wegkommen. Da der Fleischkonsum – glücklicherweise – Jahr für Jahr zurückgeht, setzt man auch bei diesem Hersteller zunehmend auf fleischlose und demnächst auch auf vegane Produkte.

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