Mehr Pixel für Googles Kartendienste

700 Billionen Pixel mehr für den Kartendienst von Google. Eine unglaublich hohe Zahl.

Google Maps und Google Earth, die Kartendienste des Suchmaschinengiganten Google haben neue, hochauflösendes Kartenmaterial erhalten.

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Mehr Pixel

Die unglaubliche Zahl von 700 Billionen Pixel können die User nun betrachten und die neuen Satellitenaufnahmen in bisher völlig unbekannter Detailschärfe betrachten. Und das besondere Highlight daran ist, daß die neuen Fotos aus dem All völlig frei von Wolken sind.

Bisher konnte es passieren, daß manche Innenstädte oder interessante touristische Highlights hinter eine Wolkendecke versteckt blieben. Beispielsweise in Island war dies häufig der Fall. Nun verstellen keine Wolken mehr den Blick auf die Welt. Dafür wurden mit einem komplizierten Algorithmus nur die Fotos und Pixel ausgewählt, die wolkenfrei waren. Das so gefilterte Bildmaterial wurde dann zu einem Gesamtbild zusammengefügt.

Insgesamt beträgt das Datenvolumen des Bildmaterials, das in Google Maps und Earth eingearbeitet wurde, die Größe von rund einem Petabyte. Das entspricht einer Anzahl von unglaublichen 700 Billionen Pixel.

Die Verarbeitung des Bildmaterials hat insgesamt 6 Millionen Stunden gedauert. Natürlich wurden dafür mehrere Computer gleichzeitig eingesetzt. Dank moderner Cloud-Infrastruktur, bei der 43.000 Computer ihre Rechenleistung erbrachten, hat die Verarbeitung in Echtzeit nur vergleichsweise wenige 7 Tage gedauert.

Satelliten

Die neuen Bilddaten, mit denen das bisherige Kartenmaterial aufgefrischt wurde, stammen vom Erdbeobachtungssatelliten Landsat 8. Dieser wurde 2013 ins All geschossen und liefert beste Aufnahmen der Erdoberfläche, wie die neuen Karten bei Google Maps und Earth beweisen.

Die alten Aufnahmen stammten noch von Landsat 7, dessen Bildauflösung erheblich schlechter war. Der neue Satellit nimmt doppelt so viele Bilder auf wie Landsat 7.

Google Earth

Wer jetzt Google Earth nutzt und dabei auf das neue Kartenmaterial stößt, für den ergibt sich ein völlig neues Arbeitsgefühl.

Screenshot Google Earth | © Google

Screenshot Google Earth | © Google

In dieser Karteneinstellung auf die Stadt Ellrich im Südharzvorland kann man deutlich den Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Kartenmaterial erkennen. Auf der rechten Seite kann fast einzelne Dachziegeln sehen, während auf der linken nur schwammige Konturen zu erkennen sind. Auch der Kontrast und die Farbechtheit haben sich sehr zum Besseren verändert.

Screenshot Google Earth | © Google

Screenshot Google Earth | © Google

Wenn man sich nun Spitzbergen ansieht, dann kann man das völlig frei und in hoher Auflösung. Bisher verstellten etliche Wolken den Blick auf die nördliche Inselgruppe im Arktischen Ozean.

Fazit

Google Maps und Google Earth erlangen immer mehr Bedeutung im Alltag der User und in wirtschaftlichen Angelegenheiten. So wird heutzutage niemand mehr eine Wohnung oder ein Ferienhaus mieten, ohne vorher auf Google Earth die nähere Umgebung ausgekundschaftete zu haben.

Mit dem Update auf das bessere Kartenmaterial ermöglicht Google nun eine noch bessere Nutzung seiner beiden Kartendienste. Jetzt kann man sich eigentlich nur wünschen, daß zum einen neuen Fotos für den Dienst Google Streetview geschossen werden und daß endlich alle Städte und Gemeinden in Deutschland, in den bisher die auffälligen Kamerafahrzeuge bereits unterwegs waren, zur Nutzung freigeschaltet werden. Leider kann man in Deutschland nach dem „Rentner-Aufstand“ im Jahr 2010 gegen Street View diesen Dienst nur in einigen wenigen Großstädten und ausgewählten Gemeinden nutzen.

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