Sind Vereinszeitungen out?

Wohl kaum, denn allein in Deutschland tummeln sich rund 600.000 Vereine. Etwa 44 % der deutschen Bevölkerung sind Mitglieder in einem Verein. Diese Mitglieder möchten über vereinsinterne Angelegenheiten informiert werden. Darum sind Vereinszeitungen ein brandheißes Thema. Das geht am besten über entsprechende Druckwerke, die an die Mitglieder verteilt werden. Hergestellt werden Vereinszeitungen zum Beispiel bei www.druckstdu.de.

Analog versus digital

Natürlich stellt sich die Frage, warum Informationen über den Verein, wie die meisten Nachrichten heutzutage, nicht über digitale Medien verbreitet werden könnten. Sicherlich ist so gut wie jeder Verein mit seinen Inhalten auch im Internet vertreten. Doch eine Vereinszeitung ist kein Massenmedium. Es ist ein Mitteilungsblatt für die wirklichen Vereinsmitglieder, ob nun passiv oder aktiv. Nicht alles muss im Fokus einer großen Anzahl von Betrachtern stehen, die mithilfe von Copy & Space Informationen weiter verbreiten. So wie einem Verein in der Regel eine bestimmte und meist überschaubare Anzahl von Mitgliedern angehört, so sind auch die Informationen in einer Vereinszeitung nur für diese Mitglieder bestimmt oder eventuell auch für einen erweiterten Freundeskreis.

Die Vereinszeitung, ein zielgerichtetes Medium

In einer Vereinszeitung ist eine Welt zusammengefasst, quasi ein erlauchter Zirkel aus Mitgliedern und oft auch aus Gönnern des Vereins. Darum findet sich in Vereinszeitungen durchaus auch Werbung. Die hier veröffentlichten Inserate und Werbeangebote besitzen bezüglich ihrer Ausrichtung und Platzierung einige Vorteile gegenüber Massen-Medien. Selbst im Internet kann eine Werbung kaum so extrem zielgruppenorientiert funktionieren wie in einer Vereinszeitung. Dabei stellen sich die Kosten nicht einfach als Werbeaufwand dar. Abgesehen von der steuerlichen Absetzbarkeit wird der Verein durch die Werbemaßnahmen aktiv unterstützt. Eine Vereinszeitung bedeutet folglich soziales Engagement der örtlichen Geschäftswelt, was wiederum von den Mitgliedern und dem Freundeskreis durch Kauf oder Inanspruchnahme von Dienstleistungen honoriert wird.

Eine Vereinszeitung ist nie out | Bild: Elionas, Pixabay.com, CC0 Public Domain

Eine Vereinszeitung ist nie out | Bild: Elionas, Pixabay.com, CC0 Public Domain

Die Vereinszeitung, ein Dokument?

In gewisser Weise ist eine Vereinszeitung in gedruckter Form ein Dokument. Auch in einem eingetragenen Verein gelten bestimmte Regeln, die üblicherweise in der Satzung festgelegt sind. Wird diese Satzung nun geändert oder es kommt zu Veränderungen im Vereinsleben, die alle Mitglieder betreffen, kann die Vereinszeitung als Mitteilungsorgan fungieren. Nicht immer muss eine Hauptversammlung einberufen werden, die Mitteilung in der Vereinszeitung kann ausreichend sein.

Das Archiv des Vereins

In einer Vereinszeitung sind meist alle Aktivitäten und Ereignisse der aktuellen Vereinsgeschichte verzeichnet. Mit den Jahren baut sich so ein Vereinsarchiv auf, das aufgrund seiner analogen Form vor der zufälligen Löschung sicher ist. Es spricht natürlich nichts dagegen, die digitalen Daten, die heute die Grundlage zur Erstellung der Vereinszeitung bilden, gleichermaßen aufzubewahren. Es ist aber doch etwas anderes, die Zeitung aus dem Archiv zu nehmen, die zu einem bestimmten Ereignis gedruckt wurde und aus dieser Zeit stammt. Es ist ein bisschen wie eine Zeitmaschine, die den Betrachter der Bilder und Texte in besondere Momente des Vereins zurück versetzt.

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