Bundestagswahl: Warum ein Selfie in der Wahlkabine keine gute Idee ist.

Beim Kreuzchen-Machen solltest du dein Handy besser in der Tasche lassen.

„Selfies, Selfies über alles.“ Ein leicht abgewandelter, dafür um so besser passender Spruch, schließlich könnte es heute dazu kommen, daß nach über 60 Jahren wieder rechtsnationale Kräfte den Weg in den Bundestag finden. Wer das verhindern will, sollte diesmal umso mehr seine beiden Stimmen strategisch vergeben.

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Selfies

Zurück zu den Selfies. Dies sind mittlerweile allgegenwärtig und nicht wenige, vor allem jüngere Mitmenschen beweisen sich durch die kleinen Schnappschüsse immer wieder ihr eigenes Dasein. Alles, was passiert wird per Smartphone Kamera dokumentiert und in die mediale Welt gepostet. Ob beim Essen, im Urlaub, bei der Arbeit, zu Hause – Egal, alles wird fotografiert.

Selfie immer und überall | Foto: Ben_Kerckx. pixabay.com, CC0 Creative Commons

Selfie immer und überall | Foto: Ben_Kerckx. pixabay.com, CC0 Creative Commons

Manch einer oder eine baut sich damit ein virtuelles Parallelleben auf, das mit der kalten Wirklichkeit nur noch wenig zu tun hat. Eine kostengünstige Flucht in ein besseres Leben, zumindest fotografisch.

Wahlkabine

In der Wahlkabine ist jeder jedoch gut beraten, das Handy in der Tasche zu lassen und auf das Knipsen des eigenen Ichs bei der Stimmabgabe zu verzichten. Noch schlimmer wäre nur noch, das dabei entstandene Selfies auch noch zu posten.

In der Bundeswahlordnung ist ganz klar geregelt: das Fotografieren in der Wahlkabine ist verboten.

Der Grund dafür sind nicht etwa alte technikfeindliche Spaßverderber mit Gesetzgebungsgewalt, für die das Internet immer #Neuland bleiben wird. Nein es geht dabei um einen Grundpfeiler der Demokratie: das Wahlgeheimnis.

Wahlgeheimnis

In Deutschland gilt die freie und geheime Wahl. Ein Grundrecht, für dessen Erringung Massen von Menschen in Jahrhunderten gekämpft haben. Es ist deshalb alles zu unterlassen, daß das Wahlgeheimnis untergräbt oder das andere in ihrer Wahlausübung unmittelbar beeinflussen könnte. So einfach ist das.

Wer sich bei der Stimmabgabe fotografiert läuft Gefahr, daß seine eigene Stimme ungültig wird. Der eigene Wahlzettel wird dann von den Wahlhelfern vernichtet und man erhält einen neue Chance zur Wahl. Diesmal aber bitte ohne Kamera.

Sollte bei dem Selfie jedoch ein fremder Wahlzettel aufs Bild geraten sein, dann ist Schluß mit lustig. Denn das ist eine Straftat! Dann drohen weitere Sanktionen, da so das Wahlgeheimnis eines anderen verletzt wurde.

Fazit

Laß dein Handy beim Wahlvorgang in der Tasche und verzichte einmal im Leben auf ein Selfie. Werde stattdessen besser der Ernsthaftigkeit des Vorganges bewußt und vergib deine Stimmen ganz bewußt. Eine Wahl ist kein Spaß-Event, sondern ein wichtiger Vorgang in einer Demokratie.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Klasse Beitrag zum Thema Selfies. Musste bei einigen Passagen schon mal schmunzeln. Bitte mehr davon
    Gruß
    Patrick