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Archive der Kategorie ‘Fotos - Orte’

NochBundespräsident Wulff hat Bellevue zur Ruine gemacht.

Zwar nicht die Bausubstanz direkt, aber in der öffentlichen Wahrnehmung schon. Sein dubioses Verhältnis zu reichen, einflußreichen Freunden in der Wirtschaft, sein Umgang mit der Pressefreiheit und sein Unvermögen, das eigene Fehlverhalten zu reflektieren und den notwendigen Schluß inform seines Rücktritts zu ziehen, haben das Amt schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dieser Präsident schadet dem Ansehen des Amtes und des ganzen Landes. Und auch dem Ansehen von Schloss Bellevue.

Schloss Bellevue in Berlin

Schloss Bellevue in Berlin

Der Amtssitz des Bundespräsidenten im Berliner Tiergarten wird immer auch eng mit der Person verbunden, die gerade das Amt innehat. Die Fahne auf dem Dach zeigt an, ob der Präsident gerade im Hause weilt. Ohne den anwesenden Amtsträger ist es nur eine leere Hülle. Eine schöne und beeindruckende zwar, aber eben auch eine leere. Erst die Anwesenheit des Präsidenten verleiht dem Gebäude seine Wichtigkeit.

Doch der jetzige NochPräsident Christian Wulff hat mit seinem Versagen als moralische Instanz, die der Bundespräsident als erster Mann im Staate eigentlich sein sollte, dem Ansehen sehr geschadet. Und so wird Schloss Bellevue mittlerweile so wahrgenommen:

Schloss Ruine

Schloss Ruine

Als Ruine. Es ist dringend an der Zeit, diesen Präsidenten auszutauschen.

Diesmal sollte es aber kein Politprofi mehr sein, der ins Schloss einzieht, sondern ein Kandidat des Volkes. Schon bei der letzten Wahl zum Bundespräsidenten gab es eine bis dahin nicht vorgekommende Einigkeit in der Bevölkerung für einen Kandidaten. Die Mehrheit der Bundesbürger wünschte sich Joachim Gauck als neuen Bundespräsidenten. Doch die Bundesversammlung entschied auf Druck der Kanzlerin anders. Merkel verband -so wie immer- auch die Wahl des Präsidenten mit ihrem Machtkalkül und drückte den unfähigen Wulff gegen jeden Widerstand durch. Worum es bei dem Amt des Bundesräsisdenten aber wirklich geht, hat sie nie verstanden. Und das fällt ihr nun auf die Füße.

Nur ein neuer Bundespräsident, der dem Amt intellektuell und in seiner persönlichen Reife gewachsen ist, kann das Ansehen des Amtes und des Landes -und auch des Schlosses Bellevue- wiederherstellen. Man darf gespannt sein, wie lange des dauern wird, bis sich diese Erkenntnis auch in der CDU/CSU durchsetzt.

Welcher Weg ist der richtige?

Manchmal muß man sich entscheiden und die Weichen stellen für die kommenden Lebensjahre.

Gleise und Weichen an der ehemaligen GÜST Ellrich-Walkenried

Gleise und Weichen an der ehemaligen GÜST Ellrich-Walkenried

Dann gilt es die Vor- und Nachteile gegeneinander genau abzuwägen. Schließlich kann eine einzelne Weichenstellung das komplette kommende Leben entscheidend prägen.

Nicht immer ist der geradlinie Weg der beste. Ohne manch eine Abzweigung hätte man viele Begegnungen und Erfahrungen gar nicht gemacht. Das Leben wäre dadurch vielleicht nicht so spannend und erfüllend gewesen. Doch das kann man am Start nicht wissen.
Welcher Weg der richtige ist, weiß immer erst am Ende. Das macht die Entscheidung so schwer aber auch so spannend. Nur eines sollte man nicht tun: Der Entscheidung aus dem Weg gehen.

Im Park.

Zwar keine echten, dafür aber als Statuen. Kunst bleibt es trotzdem.

Musikanten im Park

Musikanten im Park

Flöte und Mondoline spielende Menschen sind heutzutage eher selten in Parks anzutreffen. Um solche Instrumente zu hören, muß man wohl oder übel in ein Konzert gehen oder selbst zum Intrument greifen. Wenn man es denn kann.

Vielleicht sollte man seinem Kind zu Weihnachten statt all des chinesischen Plastikmülls, getarnt als superbuntes, geräuschemachendes Spielzeug, ein echtes Musikinstrument und den dazu gehörigen Unterricht schenken. Dann hat man auch gleich etwas, was man sich zu Silvester ganz fest vornehmen kann für das neue Jahr: Immer fleißig mit dem Nachwuchs üben, üben, üben.

Der Fall der Berliner Mauer jährt sich in dieser Woche zum 22. Mal

In den Abendstunden des 09. November 1989 verlor die Berliner Mauer endgültig ihren Schrecken. Todesstreifen und Schießbefehl waren urplötzlich Geschichte. Von jetzt auf gleich. Und doch so sehr erhofft. Manch einer hatte den Glauben daran schon aufgegeben.

28 Jahre trennte die Mauer Berlin in zwei Teile. Wer von Ost nach West wollte, riskierte sein Leben. Viele Tote, noch viel mehr Verletzte und unzähliges menschliches Leid sind das Ergebnis des Versuches der SED, das Volk im Osten Deutschlands gewaltsam einzusperren.
Doch die Freiheit findet immer einen Weg und setzt sich am Ende durch. Nichts währt ewig, auch nicht die Berliner Mauer.

Heute sind die Spuren der Mauer nur noch schwer auszumachen. Zu schnell und gründlich wurden in den 1990er Jahren die Überbleibsel der DDR und der Berliner Mauer beseitigt. Das war ganz gewiss ein Fehler.
Die Gedenkstätte an der Bernauer Straße will die Erinnerung an den einstigen Wahnsinn und dessen Folgen wachhalten. Mit Stahlstangen wird der damalige Verlauf der Berliner Mauer nachgezeichnet. Aus dem richtigen Blickwinkel heraus betrachtet, bilden die Stangen eine undurchlässige Wand. Gleichzeitig ist aber jederzeit möglich, durch die Stangen auf die jeweils andere Seite zu gelangen. Diese Durchlässigkeit existierte früher nur in den Träumen der Menschen.

Stahlstangen zeigen den Verlauf der Mauer

Stahlstangen zeigen den Verlauf der Mauer

Reale Durchlässigkeit

Reale Durchlässigkeit

An anderen Stellen in Berlin wird der Verlauf der Mauer durch ein Band aus Pflastersteinen nachgezeichnet.

Mauerverlauf durch Pflastersteine gekennzeichnet

Mauerverlauf durch Pflastersteine gekennzeichnet

Auf das die Erinnerung an das menschliche Leid, das diese Schandmauer verursacht hat, niemals verblasst und so auch nachfolgende Generationen die richtigen Schlüsse daraus ziehen können.