Die Krabbenfischer

Ein Krabbenboot im Hafen. Das Fangen der begehrten Garnele, auch Krabbe oder Granat genannt, ist ein hartes Geschäft. Bei Tagesanbruch geht es für die Fischer mit ihren Booten hinaus. Die Krabbe kommt vor allem im Flachgewässer des Wattenmeers vor. Deshalb ziehen die Fischerboote auf beiden Seiten des Rumpfes weitgeöffnete Netze über den Meeresboden und grasen so das Meer ab. Die aufgescheuchten Krabben sammeln sich in den Netzen, so die Hoffnung der Fischer. Der Beruf des Krabbenfischers ist ein einsamer. Schon früh morgens geht es hinaus auf die Nordsee. Ist man in dem Gebiet angekommen, wo man die kleinen Krabben vermutet, werden die Netze ausgeworfen und das Fischerboot zieht seine Bahnen stundenland durch Wattenmeer. Sind die Netze endlich gefüllt, werden sie an Bord geholt und entleert. Dann beginnt das Sortieren, denn neben den begehrten Krabben ist leider auch jede Menge Beifang in den Netzen. Fische, Seesterne und andere Meeresbewohner. Die werden … Weiterlesen

Costa Concordia: Livestream aus Giglio und Bilder der Bergung

Heute soll die Costa Concordia geborgen werden. Webcams und Live-Streams zeigen die Bergung an der Küste Giglios. Es war und ist das Fotomotiv in Italiens Gewässern: Die gekenterte Costa Concordia auf den Klippen der Insel Giglio. Heute soll das Schiff geborgen werden. Am 13. Januar 2012 war das Kreuzfahrtschiff offenbar wegen eines zu waghalsigen Kurses ihres Kapitäns auf die Felsen aufgelaufen und danach gesunken. Bei diesem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben. Auch wegen der unfähigen Crew und ihres Kapitäns, der sich als einer der Ersten in ein Rettungsboot setzte und das sichere Ufer erreichte. Nachdem einige Tage später die Suche nach Überlebenden eingestellt wurde, wurde damit begonnen, die Costa Concordia vor einem weiteren Abrutschen zu bewahren und das Schiff irgendwie zu bergen. Heute soll endlich damit begonnen werden, die Costa Concordia zu heben. Der dafür gesteckte geplante Zeitplan ist schon lange aus dem Ruder gelaufen. Für die Bergung wurden … Weiterlesen

Angeleint

Festgebunden, am kurzen Strick. So muß sich Edward Snowden bei seinem längeren, unfreiwilligen Aufenthalt im internationalen Bereich des Terminals am Moskauer Flughafen Sheremetjewo gefühlt haben. Dicke Taue, die einen festhalten und gleichzeitig die Luft abdrücken. Zum Glück konnte sich Rußland dazu durchringen, Snowden zumindest ein befristetes Aufenthaltsrecht bzw. Asyl für ein Jahr zu geben. Man kann nur hoffen, daß die Welt Snowden nicht vergißt und er doch noch klammheimlich von USA an die Leine genommen wird. Viel interessanter dürfte es sein, weitere Details der Überwachung des Internets durch amerikanische Geheimdienste und die Verstrickung von europäischen Regierungen in diesen Skandal zu erfahren. Ganz besonders die deutsche Bundesregierung von CDU/CSU und FDP versucht derzeit alles, um eine weitere Aufarbeitung dieses Vorgang zu unterbinden. Sie wird wissen, warum.

Autofrachter auf der Nordsee

Autofrachter nach Unfall gesunken. Vor der Küste der Niederlande ist in der Nacht zu Donnerstag der Autofrachter „Baltic Ace“ nach einer Kollision mit dem Containerschiff „Corvus J“ gesunken. Mehrere Menschen kamen bei diesem Unglück ums Leben. Im eiskalten Wasser der Nordsee hatten die Vermissten nur geringe Chancen. Die Gewässer vor der niederländischen Küste gehören zu den meistbefahrenen der Welt. Praktisch ständig befinden sich hier Schiffe auf Kollisionskurs. Nur durch das stete Eingreifen von Menschenhand und Computern ist ein geregelter Schiffsverkehr überhaupt möglich. Von Seefahrerromantik ist da keine Spur. Die Schiffsrouten in der Nordsee gleichen eher einer Autobahn. Auch in den deutschen Gewässern sind Autofrachter wie die „Baltic Ace“ ständige Gäste. Vom Hafen in Emden, in dem Volkswagen einen großen Autoumschlag betreibt, gehen zahlreiche Autos in alle Welt. Auf der Südseite der Insel Borkum kann man fast täglich das Vorbeiziehen der riesigen Autofrachter beobachten. In diesen Gewässern muß man zwar nicht … Weiterlesen

Krabbenfischer

Ein Kutter auf Heimfahrt. Die Nordsee-Krabbenfischer kämpfen ums Überleben. Längst ist der Preiskampf auch beim „roten Gold“ der Nordsee angekommen. Die Krabben bringen längst nicht mehr die Gewinne wie in den vergangenen Jahren ein. Viele Krabbenfischer denken ans Aufhören. Jeder vierte Kutter steht zum Verkauf. Obwohl die Netze noch immer voll sind, die Überfischung hat vor den Krabben bisher halt gemacht, verdienen die meisten Fischer zu wenig, um die Kosten für den Kutter, den Treibstoff und die Leute an Bord auf Dauer decken zu können. Der Preis von 1,50 EUR pro Kilo, der im letzten Jahr über lange Zeit galt, ist locker um die Hälfte zu gering. Mindestens 3 Euro müssen es schon sein, sonst geht das Sterben der Krabbenfischerei weiter. In diesem Jahr haben die Preise für Krabben zwar wieder angezogen, doch wie lange dieser Zustand hält, weiß niemand. Deshalb flüchten sich die verbliebenen Fischer in Genossenschaften und Vermarktungsgesellschaften. … Weiterlesen

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