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Google ändert die Bildersuche – Fotografen sind verärgert

Suchmaschinengigant Google ändert die Bildersuche grundlegend.

Nichts ist so stetig wie die Veränderung. Nach dem Motto scheint auch Google zu verfahren. Und so weist die Suchmaschine ständig neue Eigenschaften, Algorithmen oder Darstellungsformen auf. Wer im Bereich der Suchmaschinenoptimierung unterwegs ist, muß sich diesen Neuerungen permanent stellen, sonst rutschen die eigenen Seiten im Ranking nach hinten.

Die Rankings in den Suchergebnissen der Suchmaschinen sind von herausragender Bedeutung für den Traffic, den eine Homepage über Google geliefert bekommt. Doch neben der Websuche bietet Google auch eine Bildersuche an. Hier mit seinen Bildern weit vorn gelistet zu werden, ist nicht weniger wichtig als bei den Text-Suchergebnissen auf den vorderen Rängen zu landen. Auch hier können “Tricks” dafür sorgen, die eigenen Bilder weit nach vorn zu bekommen. Manche Seiten bekamen so mehr Traffic über die Bildersuche als über die normale Websuche.

Das war zumindest bis jetzt so. Nun schickt sich Google an, die Bildersuche grundlegend zu ändern. Auf Google.com kann man die grundlegende Neuerung bereits betrachten:

Neue Anzeigeart in der Google Bildersuche

Neue Anzeigeart in der Google Bildersuche

Wenn man beispielsweise nach “Bilderrampe” sucht, bekommt man zwar immer noch die kachelartig angeordneten bei Google gelisteten Bilder zu sehen. Doch beim Klick beispielsweise auf das Bild des Engels zeigt sich Veränderung. Während früher in einem Frame das angeklickte mitsamt der Ursprungs-Homepage angezeigt wurde, wird in der neuen Bildersuche nur noch das Bild selbst, dafür in voller Auflösung angezeigt. Die Darstellung der Ursprungsseite ist komplett entfallen. Das ist ein gravierender Unterschied zur vorherigen Version.

Für den User, der bei Google ein Bild sucht, mag diese Darstellung ein Handlingvorteil sein, für die Urheber der Bilder stellt dies einen massiven Einschnitt dar. Etliche Fotografen und Blogger äußern sich deshalb auch ablehnend zur neuen Bildersuche von Google und bezweifeln, daß diese Art der Darstellung mit dem deutschen Urheberrecht unter einen Hut zu bekommen ist.

Doch ist die neue Art der Darstellung wirklich so schlecht? Das werden wohl erst die nächsten Monate zeigen. Dann wird man in den Statistiken sehen können, ob der Traffic wirklich so eklatant eingebrochen ist, wie viele jetzt befürchten. Fakt ist jedoch, daß zwar das Bild in voller Auflösung innerhalb der Google-Seite gezeigt wird, doch gleichzeitig werden ganze 4 Links zum Originalbild angezeigt. Das sind bedeutend mehr als früher. Auch ein Klick auf das Vollbild führt direkt zur Ursprungs-Homepage. Es wird dem User also leicht gemacht, zur Ursprungsseite zu gelangen.
Bilder-Downloader können das Vollbild allerdings direkt in der Google-Suche mit einem Rechtsklick herunterladen. Ohne die eigentliche Homepage zu besuchen.
Man wird abwarten müssen, wie sich das Verhalten der User entwickeln wird. Echten Schutz vor “Bilderklau” gibt es nicht. Weder mit der heutigen Bildsuche von Google noch in der neuen Version. Einzig das Einfügen von großflächigen Wasserzeichen in die Bilder könnte den Downloadern den Spaß vermiesen. Doch welcher Fotograf will das schon?

Bleibt die Frage, warum Google diese Veränderung der Bildersuche einführt. Da ist zum einen das verbesserte Handling für Nutzer der Suchmaschine nennen. Die User können sich -ohne die Google-Seite verlassen zu müssen- bequem durch alle Bilder in Vollauflösung. Ein Mehrwert in den Augen von Google.
Vielleicht will man auch endlich die Bildersuche monetarisieren. Während man bei der Websuche zahlreiche Adwords-Anzeigen einblenden und so Geld verdienen kann, ist das bei der Bildsuche bisher nicht der Fall. Platz genug für Anzeigen neben dem Vollbild hätte Google nun ja geschaffen.
Vielleicht will man aber auch nur zur Konkurrenz aufschließen. Die Suchmaschine Bing nutzt eine ähnliche Anzeigeform der Bildersuchergebnisse, wie Google sie jetzt einführen will, schon lange. Da Bing aber bei weitem nicht so einen großen Marktanteil hat, blieb ein Sturm der Entrüstung aus.



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