Endstation 2

Die Reste des einstigen Bahnhof Klütz.

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Auch am ehemaligen Bahnhof Klütz erobert sich die Natur ihr Terrain zurück. Zu DDR-Zeiten war der Bahnhof eine wichtige Etappe auf der Reise an die Ostsee und dementsprechend in den Sommermonaten hoch frequentiert.
Klütz war Endstation der Deutschen Reichsbahn. Es gab hier eine der seltenen Segmentdrehscheiben, mit der Schienenfahrzeuge gedreht werden konnten. Von Klütz aus ging es nur noch im Bus weiter ins Urlaubsdomizil nach Boltenhagen und den umliegenden Orten. Das war zwar umständlich, doch für einen Urlaubsplatz an der Ostsee nahm der DDR-Bürger gern jede Anstrengung auf sich.

Verlassene Gleise am Bahnhof Klütz

Verlassene Gleise am Bahnhof Klütz

Davon ist nichts mehr zu sehen. Heute kommt man mit der Bahn nur noch bis nach Grevesmühlen oder Wismar und muß dann den Bus nehmen. Doch die meisten Urlauber reisen eh mit ihrem PKW an.

Und während in Travemünde nur einzelne Gleise aufgegeben wurden, wurde der Bahnhof Klütz komplett stillgelegt. Im Mai 1995 verkehrten die letzten Personenzüge. Der Güterverkehr wurde bereits ein Jahr zuvor eingestellt.

Ab 1996 versuchte die private Klützer Ostsee-Eisenbahn einen touristischen Fahrbetrieb mit Dampfloks, Diesellok und Triebwagen aufrecht zu erhalten, mußte 2005 jedoch alle Aktivitäten aufgeben. Das war das vorläufige und wahrscheinlich auch endgültige Ende des Bahnhof Klütz.

Im August 2006 wurde sämtliche Gleise entfernt und die geplante Verlegung von Schmalspurgleisen fand nie statt. Seit dem schlummern die alten Bahnsteige vor sich hin. Der Bahnhof Klütz steht heute unter Denkmalschutz und die Natur holt sich zurück, was einmal ihr gehörte.

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