Ankommen

Bahnhöfe und Flughäfen stehen als Synonym für Reise, weggehen und loslassen. Aber auch für Ankommen. Es ist immer wieder erstaunlich und gleichzeitig faszinierend, wieviele Menschen an einem einzigen Tag einen Bahnhof ankommen oder abfahren, wieviele Wege sich hier kreuzen. Und wieviele Menschen sich hier kurz in die Augen blicken und dann nie wieder sehen werden.

Endstation 2

Die Reste des einstigen Bahnhof Klütz. Auch am ehemaligen Bahnhof Klütz erobert sich die Natur ihr Terrain zurück. Zu DDR-Zeiten war der Bahnhof eine wichtige Etappe auf der Reise an die Ostsee und dementsprechend in den Sommermonaten hoch frequentiert. Klütz war Endstation der Deutschen Reichsbahn. Es gab hier eine der seltenen Segmentdrehscheiben, mit der Schienenfahrzeuge gedreht werden konnten. Von Klütz aus ging es nur noch im Bus weiter ins Urlaubsdomizil nach Boltenhagen und den umliegenden Orten. Das war zwar umständlich, doch für einen Urlaubsplatz an der Ostsee nahm der DDR-Bürger gern jede Anstrengung auf sich. Davon ist nichts mehr zu sehen. Heute kommt man mit der Bahn nur noch bis nach Grevesmühlen oder Wismar und muß dann den Bus nehmen. Doch die meisten Urlauber reisen eh mit ihrem PKW an. Und während in Travemünde nur einzelne Gleise aufgegeben wurden, wurde der Bahnhof Klütz komplett stillgelegt. Im Mai 1995 verkehrten die … Weiterlesen

Endstation

Hier kommt kein Zug mehr an. Am Gleis 2/3 im Strand-Bahnhof Travemünde ist die Zeit stehengeblieben und die Natur erobert sich ihr Terrain zurück. Da an diesem Bahnhof nur noch ein Pendelzug nach Lübeck verkehrt, wird auch nur noch ein Gleis benutzt. Die anderen Gleise und Bahnsteige wurden sich selbst überlassen. So auch der Parallelbahnsteig zu Gleis 2/3. Auch hier kehrt die Natur zurück und überwuchert die Spuren der Technik. So könnte es bald schon an vielen Bahnhöfen ausehen, wenn die Privatisierungs- und Börsenpläne der Deutschen Bahn AG durchgesetzt werden. “Unrentable” Strecken werden dann zusammengestrichen oder ganz aufgeben. Andere Länder, so wie Großbritannin, leiden heute bereits unter dem Privatisierungswahn mit all seinen negativen Erscheinungen und einige machen ihre Fehlentscheidung schon wieder rückgängig, so wie Neuseeland. Nur Deutschland läßt sich nicht beeindrucken und will die gleichen Fehler lieber selbst machen.