IKEA geht gegen Fanseite vor.

So vergrault IKEA seine Fans.

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IKEA liebt man, oder haßt man. Dazwischen gibt es eigentlich keinen Spielraum. Entweder man stellt sich seine Wohnung mit den zum Teil skurrilen Wohnelementen und Accessoires voll. Oder man fragt sich, wie man für derlei „Schrott“ tatsächlich Geld ausgeben kann, nachdem man sich an einem schönen Samstagsvormittag durch endlose Gänge voll von Menschen gequält, das „Groschengrab untere Etage“ durchlitten, die entsprechenden Kartons und Zubehörteile selbst aus dem Hochregal geholt und dann brav stundenlang an einer der zahlreichen Kassen darauf gewartet hat, daß man sein Geld endlich loswerden darf.

Doch es gibt Menschen, die gerade das lieben. Das sind echte Fans, mit allem drum und dran. Wohnungen von solchen Fans erkennt man sofort nach dem Betreten. Auch, weil sie sich im Grunde doch erheblich ähneln.

So vergrault IKEA seine Fans

Solche Fans lassen nichts auf IKEA kommen und behandeln den aktuellen Katalog des Möbelhauses geradezu bibelhaft. IKEA baut natürlich auf solch eine Kundenbindung. Das neu eingeführte lebenslange Rückgaberecht soll diese Bindung noch verstärken.

Allzu kreativ sollten die IKEA-Fans jedoch nicht mit den Möbeln aus Schweden umgehen. Wer die gekauften Möbel nicht so benutzt, wie IKEA das wünscht, der kann ganz schnell Post vom Anwalt bekommen. So erging es den Machern der Bastelseite ikeahackers.net.

Auf diesem Blog wird gezeigt, wie man durch Kreativität und Umgestaltung der herkömmlichen IKEA-Möbel ganz neue Möbelstücke entstehen lassen kann. Über 4.000 solcher Anleitungen sind hier gelistet. Da werden Bücherregale zu Spieleboxen und Beistelltische zu Hundekörbchen.

Screenshot ikeahackers.net

Screenshot ikeahackers.net

Statt darüber froh zu sein, daß ikeahackers.net die Kreativität der Kunden beflügelt und so die Umsätze garantiert steigen läßt, von der Werbewirkung mal ganz abgesehen, läßt IKEA einen Anwalt wüste Drohungen gegenüber den Machern der Seite aussprechen. IKEA beansprucht u.a. die Domain.

Nach Verhandlungen dürfen die Macher, die aus Malaysia stammen, zwar die Domain behalten, diese aber nicht mehr kommerziell nutzen. Die Werbung auf der Seite finanzierte aber bisher einen großen Anteil deren Lebensunterhalts. Nur widerwillig habe man diesem Deal zugestimmt, läßt sich ein einem Artikel nachlesen, man fürchtete die rechtliche Auseinandersetzung mit dem Giganten IKEA. Deshalb wollen sie nun unter anderem Namen weitermachen.

Sympathien verspielt

Natürlich ist IKEA hier im Recht. Eine Domain, die Teile eines Markennamens verwendet, sollte niemand benutzen, der nicht Eigentümer dieser Marke ist. Sonst riskiert man eine Abmahnung. So weit, so klar.
Doch IKEA hat sich auch selbst geschadet. Mit dieser Aktion haben die Schweden bei ihren treuesten Fans massiv an Sympathie und Vertrauen verloren. Und das kann am Ende teuer werden, für IKEA.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das kann man nicht verstehen; die machen wirklich nichts schlimmes finde ich. Dann werden irgendwann wohl die Autofirmen anfangen die Fanseiten zu bekämpfen? – schöne neue Welt.

  2. Das kann man immer wieder beobachten, dass Firmen oder Konzerne versuchen ihren Markennamen ‚clean‘ zu halben. Es wird aber immer neue Nutzer geben, die sich über die Markenrechte hinwegsetzen. Wenn auch häufig unbewusst.

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