Gigapixel-Bild der Andromeda-Galaxie

Hubble-Teleskop erzeugt Foto mit 1,5 Milliarden Pixeln.

Das Weltraumteleskop Hubble* macht wieder einmal mit spektakulären Bildern auf sich aufmerksam. Diesmal mit einem Gigapixel-Bild der Andromeda-Galaxie.

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Seit 25 Jahren ist Hubble das Auge der Menschheit, das gemeinsam von ESA und NASA entwickelt wurde. Sah unmittelbar nach dem Start der Mission am 24. April 1990 mit einem Space-Shuttle* noch alles nach einem Scheitern aus, weil ein Fehler des Hauptspiegels dazu führte, daß die übermittelten Bilder praktisch unbrauchbar waren, gelangen nach etlichen Reparaturmissionen doch noch die erwarteten spektakulären Aufnahmen aus den Tiefen des Weltalls.

Hubble wurde für vielfältige Aufgaben konstruiert. Es war möglich u.a. die Hubble-Konstante, mit der die Ausdehnung des Universums und damit dessen Alter bestimmt werden kann, zu ermitteln, die Existenz von Schwarzen Löchern nachzuweisen und viele weitere wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

Gigapixel-Bild

Nun gelang es mit Hilfe der Kamera von Hubble, 411 Fotos der Andromeda-Galaxie aufzunehmen und diese zu einem gigantischen Gesamtbild zusammenzufügen. Das dabei entstandene Bild hat die Auflösung von 69.536 mal 22.230 Bildpunkten, dies entspricht über 1,5 Gigapixeln.

Andromeda-Nebel

Der Andromeda-Nebel ist zwar bereits schon sehr weit erforscht, da er in kosmischen Relationen betrachtet „relativ nah“ zur Milchstraße liegt, doch noch nie gelangen solch scharfe Abbildungen.

Screenshot spacetelescop.org

Screenshot spacetelescop.org

Das Zoom-Modul der ESA zeigt das Gigapixel-Bild der Andromeda-Galaxie in der vollen Auflösung. Man kann mit der Maus sehr schön in das Bild hineinzomen. Allerdings benötigt das etwas Ladezeit, und je mehr Interessierte sich das Gigapixel-Bild gleichzeitig ansehen, umso länger dauert es. Da sind ein schneller Internetzugang und etwas Geduld gefragt.

Allzu aktuell ist der in diesem Foto festgehaltene Zustand aber nicht. Das Gigapixel-Bild zeigt den Andromeda-Nebel so, wie er vor etwa 2,5 Millionen Jahren ausgesehen hat. Soweit ist Andromeda von der unsrigen Galaxie, der Milchstraße, entfernt, und so lange braucht das Licht, bis es bei uns ankommt. Trotz oder gerade wegen der Lichtgeschwindigkeit.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Oh Mann, das ist so krass!!! Einfach nur faszinierend, wie klein wir im kosmologischen Kontext sind. Bei dem Zoom-Modul der ESA geht meine Internetverbindung hart in die Knie! 😉