Peter Lindbergh – der letzte Bildband.

Seinen letzten Fotoband widmete Peter Lindbergh den Mode-Schönheiten.

Peter Lindbergh starb im September 2019 in Paris. Dort lebte er seit vielen Jahren, bereits 1978 zog er in die französische Hauptstadt.

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Die Nähe zur internationalen Modebranche, den Machern und den schönen Frauen machte eine fotografische Auseinandersetzung damit geradezu zur Pflicht. Mit dem Bildband Dior hat Lindbergh – fast schon vorherbestimmt – sein Werk gekrönt.

Lindbergh

Lindbergh arbeitete seit 1988 für die Vogue, dem Mode Magazin Nummer eins. Anna Wintour gewann ihn einst als Fotograf für ihr Magazin und Lindbergh lieferte ab. Das Cover der legendären November-Ausgabe der amerikanischen Vogue des Jahres 1988 stammte vom ihm.

Im Januar 1990 gelang ihm mit dem Titelbild der britischen Vogue der nächste Treffer. Lindbergh brachte die Models Linda Evangelista, Naomi Campbell, Tatjana Patitz, Cindy Crawford und Christy Turlington für das Coverbild zusammen. Damit legte er nicht nur den Grundstein für langjährige Freundschaften und Beziehungen zur und in die Modebranche, er war der Gründer des Supermodel-Phänomen in den 1990er Jahren. Plötzlich waren die Models die Hauptpersonen bei einer Modeschau und verdienten im Gegensatz zu früheren Zeit richtig viel Geld.

Lindbergh entwickelte sich zu dem angesagten Fotograf in der Welt der Haute Couture. Dabei war die Welt der Reichen und Schönen dem Jungen aus dem Ruhrpott absolut nicht in die Wiege gelegt. Der Blick aus seinem Kinderzimmer fiel auf Industrieanlagen und Hochöfen in Duisburg. Und das prägte auch seine Bildsprache. Die Industriekulisse und das Spiel mit Dunkelheit kann man in vielen seiner Bilder wiederfinden.

Auch in den Fotos mit seinen Modelle spiegelt sich das wider. Die Aufnahmen sind gern schwarz-weiß und die Models tragen nur wenig Make-up und schlichte Kleidung. Kein Schnickschnack, dafür klare Linien und ein unverfälschter Blick. So nah kam den Frauen kaum ein anderer Fotograf. Nur durch jahrelange Freundschaften und Arbeitsbeziehungen war solch ein tiefer Blick möglich.

Dior – Lindberghs letzter Bildband

Und so verwundert es auch kaum, dass sich Lindberghs letzter Bildband ebenfalls mit der Mode beschäftigt. Diesmal steht jedoch ein Modeschöpfer im Blickpunkt: Christian Dior.

Kurz vor dessen Tod machte Lindbergh ein Bildband über die Geschichte des Modehauses Dior.

Peter Lindbergh. Dior (EXTRA LARGE)*
  • Harrison, Martin (Autor)
  • 520 Seiten - 25.11.2019 (Veröffentlichungsdatum) - TASCHEN (Herausgeber)

[Letzte Aktualisierung am 12.08.2020 um 22:09 Uhr / * = werbender Link (Affiliate) / Bilder von der Amazon Product Advertising API]

Die Aufnahmen für den Bildband über Dior entstanden 2018 in New York. Darin sind mehr als hundert Kostüme aus dem Dior Museum abgebildet, die eigens für die Fotoaufnahmen unter großen Sicherheitsvorkehrungen nach New York transportiert. Die Models tragen die Dior Kleider in den Straßen der quirligen Stadt, einen größeren Kontrast kann man kaum inszenieren. Ergänzt wird der Bildband durch Fotos aus Aufträgen aus dem langen Schöpfen Lindberghs für das Haus Dior in den Jahren 1988 bis 2016. Ein absolut sehenswertes Werk.

Dior ist gleichzeitig auch der letzte Bildband des großen Fotografen Peter Lindbergh. Ein Muss für jeden Foto-Interessierten.


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[Letzte Aktualisierung am 14.08.2020 um 01:48 Uhr / * = werbender Link (Affiliate) / Bilder von der Amazon Product Advertising API]


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