Kameraproduktion in Japan bricht ein

Erdbeben in Japan läßt Produktion von Digitalkameras einbrechen.

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Das verherende Erdbeben vom 11. März 2011 hat nicht nur unzähliges menschliches Leid verursacht, es hat auch zur größten Atomkatastrophe des letzten Jahrzehnts und zu massiven wirtschaftlichen Beeinträchtigungen geführt. Es wird Jahrzehnte dauern, bis der Stand von vor dem 11.03.2011 einigermaßen wiederhergestellt sein wird. Die menschlichen Opfer dagegen werden gar nicht wiedergutzumachen sein und die atomare Verstrahlung infolge des SuperGAUs im AKW Fukushima wird das Land und die Welt noch die nächsten 10.000 Jahre beschäftigen.

Doch schon heute sind verhältnismäßig kleine Folgen, wenn man das Leid der Japaner dagegen hält, für uns alle bemerkbar. Eine Folge ist, daß die Verfügbarkeit von Digitalkameras merklich ab nimmt. Das wiedrum ist eine Folge der beeinträchtigten Produktion in Japan.
Die Produktionsstätten der japanischen Kamerahersteller wurden vom Erdbeben und dem anschließende Tsunami derart heftig getroffen, daß die Produktion von Digitalkameras um 30 Prozent zurückging. Wurden im April 2010 noch 11,39 Mio. Digicams hergestellt, so waren es im April 2011 nur noch 7,96 Mio. Die Fertigung von Kameras mit Wechselobjektiven ging dabei besonders stark zurück. Gegenüber dem Vorjahr wurden ca. 37 Prozent weniger hergestellt.
Der Gesamtumsatz der japanischen Kameraproduzenten, zu denen so namhafte Hersteller wie  Canon, Olympus, Ricoh, Panasonic, Konica und Nikon zählen, brach von 126,92 Mrd. Yen auf nur noch 74 Mrd. Yen zusammen. Ein bedrohliche Folge der Naturkatastrophe.

Auf den Weltmärkten werden deshalb die Digitalkameras knapp. Einige Modelle, wie verschiedene Nikon Coolpix S-Kameras, mußten bereits gänzlich vom Markt genommen werden. Und auch andere Hightech-Produkte, wie Handys, Notebooks und LCD-Monitore und Fernseher, werden zusehens knapp. Lieferengpässe werden sich auch für solche Produkte nicht vermeiden lassen.
Von einer schnelle Normalisierung der Produktions- und Lieferraten kann man im Moment nicht ausgehen. Wer also jetzt schon mal an Weihnachten denkt, in knapp 6 Monaten ist es wieder soweit, der sollte sich frühzeitig um die entsprechenden Geschenke kümmern.

Quelle: heise FOTO

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Drückt sich das dann nicht zwangsläufig auf den Preis nieder?

  2. Ja, bei weniger Angebot und gleichbleibender Nachfrage werden die Preise zwangsläufig steigen.

    Wobei es jetzt bereits Vermutungen gibt, daß einige Hersteller, auch nicht japanische, die „Gunst der Stunde“ nutzen werden und vermeintliche Lieferengpässe als Begründung für Preissteigerungen und Lagerräumungen hernehmen.

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