Trading 1×1 für Anfänger

Auch Fotografen müssen aufs Geld schauen. Sonst bleibt die Anschaffung der neuen Fotoausrüstung ein unerfüllter Traum. Mit cleverem Trading kann man sein Geld mehren.

In der Finanzwelt gibt es seit Neuestem einen ganz heißen Trend: Der Einzug des Online-Trading löst mittlerweile das klassische Trading ab. Der Aktienhandel auf Online-Plattformen ist deshalb so beliebt, weil jeder jederzeit und überall mitmachen kann: Er braucht dafür nur ein internetfähiges Endgerät und einen Internetzugang. Verlockend einfach, doch genau hierin liegt auch die Gefahr. Gerade Anfänger lassen sich von dem bestechend simplen Prinzip verführen und sind dann schnell einen großen Teil ihres Vermögens los, da sie leichtsinnige Trading-Manöver gewagt haben. Deshalb gilt: Wer traden will, der muss sich informieren. Dieser Artikel bietet die wichtigsten Grundregeln für ein erfolgreiches Trading.

Schritt 1: Grundwissen pauken

Kennen Sie den Unterschied zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien? Was sagen Ihnen die Begriffe Bilanzaufstellung, Kapitalflussrechnung und Anlagerisiko? Nichts? Dann aber ran an den Speck. Wer sich ernsthaft für Aktienhandel interessiert, der sollte sich mit den absoluten Basics dieses Feldes auseinandersetzen. Dazu gehört, sich mit den Grundbegriffen vertraut zu machen, um alles zu verstehen, wenn Experten ihr Wissen mit Ihnen teilen. Nur so können Sie außerdem wirkliches Wissen aus Fachartikeln zu dem Thema ziehen. Auch, wenn das manchen langweilig erscheint und wenig mit den aufregenden Höhen und Tiefen des Aktiengeschäftes gemein hat, sollte dieser Schritt auf keinen Fall übersprungen werden.

Schritt 2: Börsenmakler finden

Das Trading im Internet läuft über Online-Börsenmakler ab und diese gibt es wie Sand am Meer. Zu seriösen Angeboten haben sich aber auch weniger vertrauenswürdige Betreiber gesellt, die naive Investoren ausnutzen und sich an ihnen bereichern wollen. Deshalb ist bei der Wahl der richtigen Maklers Vorsicht geboten. Übrigens: Nicht bei jedem Makler ihrer Wahl können sie ein Maklerkonto anlegen. Oft gibt es Einschränkungen hinsichtlich Alter und Ersteinsatz.

Schritt 3: Trades und Handelsplattformen

Ist der Makler schließlich gefunden, geht man über zum nächsten Schritt.     Das Trading in der Online-Welt findet auf unterschiedlichen Handelsplattformen statt. Bevor man eine davon auswählt, sollte man sich mit ihren Vor- und Nachteilen vertraut machen. Ein positives Beispiel für eine Handelsplattform ist der Metatrader 4. Wie bei den meisten Handelsplattformen ist der Metatrader 4 Download kostenlos und wird von seinem Hersteller admiralmarkets für Windows, Android, iOS und Mac angeboten. Auf dieser Handelsplattform können dann alle herkömmlichen Börsentrades in sicherer Umgebung ausgeführt werden.

Doch was sind eigentlich herkömmliche Börsentrades? In der Finanzwelt lassen sich zwölf Arten von Geschäften ausführen. Dazu gehören der klassische Markthandel, Stop-Loss-Ordern, Tagesordern, Beschränkungshandel, Good Til Cancelled oder auch GTC-Geschäfte, Trailing Stop Ordern und der sogenannte Bracket Trade oder Klammerhandel. Auch mit diesen Begriffen sollten Sie sich ausführlich bekannt machen, um herauszufinden, welche Geschäfte bei Ihrer persönlichen Strategie am meisten Sinn machen. Ein Makler kann Sie dabei beraten und somit helfen, die richtigen Trades auszuwählen.

Kurse im Überblick | Bild: PIX1861, pixabay.com, CC0 Creative Commons

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Schritt 4: Sinnvolle Geldanlage

Und jetzt geht’s ans Eingemachte: Sie haben einen Makler und eine Handelsplattform ausgewählt und wissen, welche Art von Geschäften Sie betreiben wollen. Sie sind bereit, Ihr Geld einzusetzen in der Hoffnung, nennenswerte Gewinne zu erzeugen. Doch Vorsicht: Das Handeln an Börsen bringt oft Kosten mit sich, die Ihren Gewinn schmälern können. Dazu gehören zum Beispiel Maklergebühren oder Kommissionen. Versuchen Sie, diese möglichst gering zu halten, doch behalten Sie auch im Hinterkopf: Qualität kostet immer ein wenig Geld.

Sie interessieren sich für Margenhandel, verfügen aber selbst nicht über das notwendige Startkapital? In solchen Fällen ist es auch möglich, sich von seinem Makler Geld zu leihen, um es in Aktiengeschäfte zu investieren. Das Darlehen wird dann unter anderem von den Gewinnen bezahlt, die Sie im Idealfall mit diesem Investment erzielen. Besonders attraktiv ist diese Art von Handel, da er innerhalb kurzer Zeit große Gewinnspannen bieten kann. Genau darin liegt aber auch die Gefahr: Der Gewinn ist nie garantiert und ebenso hoch können auch die Verluste ausfallen. Und diese erzielen Sie dann noch dazu mit geliehenem Geld.

Neben dem Margin Trading ist auch das sogenannte Short-Stock-Verfahren interessant. Bei dieser Art von Geschäft wettet der Anleger sozusagen darauf, dass der Aktienkurs einer bestimmten Firma fallen wird. Je tiefer der Kurs sinkt, desto höher sind die Gewinne für den Anleger. Dieses besonders morbide Spiel hat aber einen entscheidenden Nachteil: Im schlimmsten Fall haftet der Anleger unbeschränkt. Geht sein Plan also nicht auf, müssen gegebenenfalls auch seine Privatgegenstände dran glauben.

Schritt 5: Steuern nicht vergessen

Geld, das man an der Börse erwirtschaftet, ist kein Schwarzgeld. Oft unterliegt es sogar einer besonders hohen Besteuerung. Dies müssen Sie beachten, wenn Sie Ihre Gewinnziele formulieren. Als Faustregel gilt: Kurzfristig erzielte Gewinne werden höher besteuert als langfristige. Diese Regel wurde ins Leben gerufen, um Zocken an der Börse zu vermeiden, was zu einem instabilen Markt führen könnte. Langfristige Anlagen werden somit attraktiver.

Sie sehen schon, der Börsenhandel ist kein Kinderspiel. Es gibt jede Menge Regeln zu beachten, damit der Aktienhandel nicht zum verlustreichen Albtraum wird. Bereitet ein Anleger sich aber gründlich vor und investiert mit Bedacht, kann mit Trading eine stattliche Erweiterung des Vermögens gelingen.