Heute vor 49 Jahren wurde in Berlin die Mauer gebaut.
So etwas konnte nur an einem 13. passieren. Zwar war dieser 13. im August 1961 ein Sonntag, trotzdem wurde auch er dem schlechtem Ruf gerecht. An diesem Tag mauerte die SED sich und “ihr” Volk regelrecht ein. Berlin wurde durch eine Mauer in zwei Teile und die Menschen voneinander getrennt.
28 Jahre sollte dieses Schandmal stehen bleiben und über 100 Tote und unzählige Verletze fordern und unfassbares Leid über die Deutschen bringen.
Erst nachdem der Organisator ihres Baues, exSED-Chef Erich Honecker, weg war, konnte auch die Mauer fallen. Am 9. November 1989 war es endlich so weit.
Heute erinnert nur noch wenig an die Berliner Mauer. In den ersten Jahren der Wiedervereinigung wurde rigoros und restlos alles beseitigt, was irgendwie an die DDR erinnerte. Und so sind im Jahre 2010 nur noch wenige Überbleibsel der Berliner Mauer erhalten geblieben. Dabei wäre der richtige Umgang mit der Geschichte und das Lernen aus ihr so wichtig gewesen. Verdrängen und Vergessen war noch nie ein guter Weg.

Gekennzeichneter Mauerstreifen am U-Bahnhof Bernauer Straße

Mauerverlauf in der Bernauer Straße

Mauergedenkstätte Bernauer Straße: Der Todesstreifen ist heute wieder grün

Mauerreste am Friedhof in der Liesenstraße
Geschrieben am 13. August 2010
Hamburg – Das Tor zur Welt.
Und damit ist hauptsächlich der Hafen gemeint.
Schiffe, Hafen, St. Pauli das ist, was man sich landläufig unter Hamburg vorstellt. Und das Klischee stimmt. Noch, denn den Hafen von einst gibt es so nicht mehr.

Reederei-Flaggen

Hafenkran
Die ehemals als Freihafen abgeschirmte Speicherstadt wurde in weiten Teilen freigegeben. Die Stückgutspeicher werden in so großer Zahl nicht mehr benötigt. Statt Stückguttransport gibt es heute hauptsächlich Container. Und der Containerhafen beansprucht heute den meisten Platz für sich.

Containerhafen
Und statt Speicherstadt gibt es jetzt den neuen Stadtteil Hafencity. Die alten Speicher wurden zu Büro- und Gewerbeflächen umfunktioniert und die Architekten durften sich frei entfalten auf den gigantischen Flächen der ehenaligen Kaianlagen. Eine neue Stadt konnte entstehen.
Um so enttäuschender ist es, daß doch nur wieder Häuser bestehend aus dem immergleichen Stahl-Glas-Einheitsbrei auf die alten Hafenanlagen gesetzt wurden. So wurde eine echte Chance vertan.

Hafencity
Die Haus- und Wohnungskäufer scheint das nicht zu stören. Und so kennen die Immobilienpreise nur eine Richtung: Nach oben. Und da will auch Hamburg als Ganzes hin.
Geschrieben am 27. April 2010
Bahnhöfe und Flughäfen stehen als Synonym für Reise, weggehen und loslassen.
Aber auch für Ankommen.

Hamburg Hbf

S-Bahnhof Airport Hamburg

S-Bahnhof Airport Hamburg, abfahrende S-Bahn

S-Bahnhof Airport Hamburg, Rolltreppe
Es ist immer wieder erstaunlich und gleichzeitig faszinierend, wieviele Menschen an einem einzigen Tag einen Bahnhof ankommen oder abfahren, wieviele Wege sich hier kreuzen.
Und wieviele Menschen sich hier kurz in die Augen blicken und dann nie wieder sehen werden.
Geschrieben am 15. April 2010
Auch am ehemalgen Bahnhof Klütz erobert sich die Natur ihr Terrain zurück.

Verlassene Gleise am Bahnhof Klütz
Während in Travemünde nur einzelne Gleise aufgegeben wurden, wurde der Bahnhof Klütz komplett stillgelegt. Im Mai 1995 verkehrten die letzten Personenzüge. Der Güterverkehr wurde bereits ein Jahr zuvor eingestellt.
Ab 1996 versuchte die private Klützer Ostsee-Eisenbahn einen touristischen Fahrbetrieb mit Dampfloks, Diesellok und Triebwagen aufrecht zu erhalten, mußte 2005 jedoch alle Aktivitäten aufgeben. Das war das vorläufige und wahrscheinlich auch endgültige Ende des Bahnhof Klütz.
Im August 2006 wurde sämtliche Gleise entfernt und die geplante Verlegung von Schmalspurgleisen fand nie statt. Seitdem schlummern die alten Bahnsteige vor sich hin. Der Bahnhof steht heute unter Denkmalschutz und die Natur holt sich zurück, was einmal ihr gehörte.
Geschrieben am 24. März 2010